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2019: Band 81 (2019): Gender & Technik
Entstehung
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A fiumei magyar kereskedelmi tengereszet torienete

sehe Adria Company allmählich zu einer Aufteilung der adriatischen Handels­flüsse kamen, von der beide Seiten profitierten. Der Vertrag von 1891 überließ Triest den Nahen Osten. Asien und Amerika. Fiume hingegen erhielt das west­liche Mittelmeer und Westeuropa. Das Schwarze Meer und Südamerika war für beide offen. Trotz aller ungarischen Investitionen blieb Triest Fiume immer überlegen. Als Beispiel nennen die Autoren Kaffee: Vier Fünftel von Ungarns Kaffee kam in Triest an.

Die wirtschaftshistorisch orientierte Studie stellt die wesentlichen Schifffahrts­unternehmen Fiumes vor und bietet viele Zahlen und Statistiken. Zugleich wer­den aber auch einzelne Unternehmerpersönlichkeiten wie Luigi Ossoinack, Si- gismondo Copaitich und Jenö Pollacsek präsentiert. Details über das Essen und die Unterhaltungen auf den Ozeandampfern, die Streiks der Seeleute für bessere Bezahlung und das Schicksal einzelner Schiffe vermitteln einen Ein­druck von der Lebenswirklichkeit in dieser Stadt, die vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs über den zehntgrößten und einen der modernsten Häfen Europas verfügte.

Der Handelshafen von Fiume diente der ungarischen Reichshälfte vor allem als Exporthafen für Getreide, das nach Großbritannien, insbesondere Newcastle und Glasgow, transportiert wurde. Im Personentransport war Fiume mit der Li­nie Fiume-New York der Cunard Steamship Company für viele Auswanderer die letzte österreichisch-ungarische Station auf dem Weg in die Neue Welt. Die Mehrheit der ungarischen Auswanderer verließ Europa freilich über Bre­men. Von großer Bedeutung für die Region war auch die in Fiume ansässige ungarisch-kroatische See-Dampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft mit ihren Ver­bindungen nach Dalmatien und Split sowie Venedig, Ancona und Ravenna. Mit dem Ausbau der unteren Donau und der Gründung der Ungarischen Levante Seeschiffahrts AG wuchs der Personenverkehr über die Donau und das Schwar­ze Meer nach Fiume. Neben diesen staatlich subventionierten Schifffahrtslinien richten die Autoren ihren Blick auch auf die Bedarfsschifffahrt, die Destinationen wie Wladiwostok umfasste und bei denen die beiden Fiumer Handelsschiffe Siam und Burma mitten in den russisch-japanischen Krieg gerieten.

Fiume war eine zutiefst europäische Stadt, in der kroatisch, italienisch, unga­risch, deutsch und auch englisch gesprochen wurde. Die Verbindungen nach Großbritannien waren sowohl im Handel als auch im Schiffsbau stark. Pelles und Zsigmond gehen in der Regel behutsam mit den verschiedenen Nationali­täten um, doch manchmal überdeckt der Stolz über die Leistungen der ungari­schen Reichshälfte der Habsburgermonarchie die wichtigen Nuancen. So trug

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