13 für die Wichtigkeit von Digitalisierungsmaßnahmen ist mittlerweile gegeben. Gelegentlich lassen sich über Projektinitiativen auch zusätzliche Mittel dafür auftreiben. Für den Aufwand und die Kosten digitaler Langzeitarchivierung hingegen ist das Bewusstsein deutlich geringer. Somit befindet sich eine Institution wie die Österreichische Mediathek in einer Zwangslage: Wenn etwa bei der Digitalisierung von Videoaufnahmen, die große Mengen an digitalem Speicherplatz erfordert,„Gas gegeben“ wird – wie es eigentlich nötig wäre –, so kann das mehr Speicherbedarf erfordern, als aus den laufenden Budgets abgedeckt werden kann. Ist Digitalisierung eine sozusagen punktuelle Maßnahme – die digitale Langzeit¬bewahrung ist dies keinesfalls. Die digitale Langzeitarchivierung des für österreichische Verhältnisse gewaltigen Bestands an digitalem Kulturgut ist eine Aufgabe auf Dauer, die keine Unterbrechung zulässt und ständiger Obsorge sowie permanenter Wartung und Erneuerung bedarf. Bisher wurde dies der Österreichischen Mediathek bemerkens- und dankenswerter Weise immer wieder ermöglicht!
Dokument
Fast forward? : Sammeln, Bewahren und Zugänglichmachen von
audiovisuellen Medien in der Österreichischen Mediathek = Fast forward? : Österreichische
Mediathek - collecting, preserving and making accessible audiovisual media : / Gabriele Fröschl, Anton Hubauer, Rainer Hubert, Marion Jaks, Stefan Kaltseis, Johannes Kapeller, Christina Linsboth, Robert Pfundner, Peter Ploteny ; [Herausgeber: Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek ; Redaktion: Gabriele Fröschl, Rainer Hubert, Christina Linsboth ; translation: Stephen Grynwasser]
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