92 3 KrSiezgesn-eSntrfuowlgweenlpaeutsedr em scher Natur. Bereits im Zuge der Generalmobilmachung, ab dem Herbst 1914, wurden die Kinder in die„Kriegsarbeit“ eingebunden. Für die „Kriegsfürsorge“ hatten sie sich an patriotischen Sammlungen zu beteiligen. Sie bekamen dafür schulfrei und wurden ausgezeichnet, wenn sie einen besonderen Eifer an den Tag legten. Die Bevölkerung war darüber informiert, was konkret gesammelt wurde, sodass den von Haus zu Haus ziehenden Kindern ihre Arbeit erleichtert wurde. Sie brachten die Gegenstände in die Schule, wo sie sortiert und anschließend an die Gemeinde oder ans Kriegsfürsorgeamt übergeben wurden. 13 Auch die Aufrufe, Kriegsanleihen zu zeichnen, wurden mit Vehemenz unter Verwendung der Kinder als Botschafter an deren Eltern herangetragen. Der Wehrmacht mangelte es von Beginn an Winterbekleidung, weshalb insbesondere die Mädchen dazu angehalten wurden, „Kälteschutz“ zu nähen und zu stricken. Appelliert wurde an die weibliche Fürsorge. Die Mädchen sollten die Kleider als„Liebesgaben“ an die Fronten oder zur Verteilung an die Verwundeten in den Lazaretten schicken. 14 Aus Leinenstoffresten gewannen sie Scharpie, also
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Unter dem Losungsworte Krieg und Technik : das Technische Museum
Wien und der Erste Weltkrieg ; [Sammelband] : / Caroline Haas, Mirko Herzog, Christian Klösch, Helmut Lackner, Otmar Moritsch, Wolfgang Pensold, Franz Rendl, Christian Stadelmann, Hubert Weitensfelder
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