Heft 
2019: Band 81 (2019): Gender & Technik
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen

Portraitgemälde zwischen Wissenschaft und Technik

Chemie in größeren Zusammenhängen interessiert, wird an dieser Darstellung, trotz ihres schmerzenden Anschaffungspreises von rund 1 60 Euro, nur schwer vorbeikommen.

Hubert Weitensfelder Wien

Fabienne Huguenin:

Portraitgemälde zwischen Wissenschaft und Technik. Die Sammlung des Deut­schen Museums.

München: Deutsches Museum Verlag 2018, 456 Seiten.

Vom Archiv des Deutschen Museums werden seit Jahren Projekte realisiert um Bilder in unterschiedlichen Genres und Techniken zu erschließen und einer brei­ten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Fabienne Huguenins imposanter Be­standskatalog der Portraitgemälde von bedeutenden Erfindern und Ingenieuren, dessen Herausgabe vom Freundes- und Förderkreis des Deutschen Museums unterstützt wurde, ist das Resultat eines von der Ernst von Siemens Kunst­stiftung finanzierten Forschungsprojektes (201 6/201 7) zur wissenschaftlichen Erfassung, kunsthistorischen Aufarbeitung und quellenmäßigen Erforschung dieser Gemäldesammlung. Die Jahre davor wurde bereits der Archivbestand an grafischen und fotografischen Portraits erfasst und online zugänglich gemacht. Die Autorin beschreibt im ersten, in sich geschlossenen Buchabschnitt die Ar­beit am Projekt, die Geschichte der Portraitgemäldesammlung am Deutschen Museum und deren inhaltliche Aspekte. Der überwiegende Teil des Buches ist dem reich bebilderten Katalog der insgesamt 148 Gemälde gewidmet. Fabienne Huguenin war unter der Projektleitung von Dr. Wilhelm Füßl, dem Archivleiter des Deutschen Museums, als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Durch intensive, zum Teil aufwendige Archivrecherchen über den Sammlungs­zugang jedes Portraits, seiner Provenienz- und Standortgeschichte, gelang es ihr den Verbleib aller Gemälde - mit Ausnahme von drei als verschollenen gel­tenden Bildnissen - zu klären. Bei neun Bildern mit Lücken in ihrer Provenienz­geschichte konnten auch durch Recherchen in den online DatenbankenLost Art undlooteart keine weiteren Hinweise auf eine problematische Herkunft

169