Gender; Technik; Museum.
und Technik zu vernetzen (S. 1 2). Am Beginn stand eine Konferenz, die dem fachlichen Austausch dienen sollte, es folgten zahlreiche Expertjnneninter- views mit Personen aus verschiedenen Technikmuseen im deutschsprachigen Raum, darüber hinaus wurde eine Ausstellung vom Planungsstadium bis zur Eröffnung begleitet. All diese Ergebnisse finden sich in der von Daniela Döring und Hannah Fitsch herausgegebenen Aufsatzsammlung wieder.
Die einzelnen Aufsätze sind teilweise aus Beiträgen der Konferenz entstanden, teilweise ein Ergebnis der Forschungen im Rahmen des Projektes, so ergibt sich eine Mischung aus theoretischen Analysen und Berichten aus der täglichen Arbeit im Museum.
Spannende Einblicke in gelebte Museumspraxis bietet der Beitrag von Daniela Döring, Hannah Fitsch, Lisa Bor und Jülide Qakan „Technologien der Geschlechter“. Hier werden die fünf an der Studie teilnehmenden Technikmuseen (das Deutsche Museum in München, das Technische Museum Wien, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden, das Deutsche Technikmuseum in Berlin und das Museum der Arbeit in Hamburg) sowie das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, wo eine Sonderausstellung kuratorisch und konzeptionell begleitet wurde, unter dem Aspekt „Geschlecht“ genauer unter die Lupe genommen. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte der jeweiligen Institution geht der Beitrag anhand der ausgewerteten Interviews mit den Museumsmitarbeiterjnnen auf die jeweilige Sammlungspolitik ein und wie sich diese im Laufe der Zeit geändert hat, es wird die Praxis des Ausstellens anhand von Beispielen thematisiert, ebenso die Möglichkeiten der Vermittlung sowie die herrschende Personalpolitik.
Roswitha Muttenthaler berichtet in ihrem Aufsatz von alternativen Sichtweisen auf die Sammlung von Haushaltsgeräten im Technischen Museum Wien, auch hinsichtlich der Sammlungsstrategie. Martina Griesser und Nora Sternfeld empfehlen, sich von althergebrachten Vorstellungen loszulösen und Funktionen von Objekten neu zu hinterfragen. Smilla Ebeling stellt in ihrem Beitrag ihren Leitfaden für gendergerechte Museen vor, ein Hilfsmittel damit Museen „ihrer Aufgabe einer Bildungseinrichtung in einer heterogenen Gesellschaft gerecht werden“ (S. 162). Auch sie rät den Ausstellungsmacherjnnen, sich zunächst mit der Sammlung auseinanderzusetzen und sie entsprechend zu hinterfragen - hierfür hat sie auch einen kurzen Fragenkatalog erstellt, der sich am Schluss des Beitrags befindet.
Das Buch soll erste Analysen und Best Practice-Beispiele für die Museumsarbeit bieten, die Herausgeberinnen sehen es aber auch als „Ausgangspunkt für
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