41 TUNGÖL(Holzöl), Shanghai, um 1900, Inv.Nr. 52027 TEEKANNE, um 1900, Inv.Nr. 78757 dem er dem Land ein umfangreiches Kapitel widmete. Dabei flocht er viele Informationen über das chinesische Alltagsleben ein, die er überwiegend dem Werk eines US-amerikanischen Missionars entnommen hatte. Ende des 19. Jhs. entstanden in China neue gesellschaftliche Strömungen gegen die Fremdherrschaft. Im Jahr 1900 erfolgten Angriffe gegen Gesandtschaften und Einrichtungen sowie gegen Missionare und chinesische Christen. Die Aufstände wurden von den Attackierten als„Boxerbewegung“ bezeichnet. Alsbald bildeten acht Staaten eine militärische Koalition und schlugen die Revolten nieder. Danach erwarb Österreich im chinesischen Viertel von Tientsin ein kleines„Settlement“. Wenige Jahre später bereiste der begüterte Industrielle Viktor Ritter von Bauer das Land. 1906 hielt er in Wien einen öffentlichen Vortrag über die wirtschaftlichen Beziehungen mit China. Er schlug vor, in Tientsin eine Reihe von Lagerhäusern zu errichten. Damals exportierte Österreich vor allem Papier, Glaswaren(darunter Gablonzer Produkte), Emailgeschirr, Lederwaren, Neusilber, alkoholische Getränke, Zucker, Seife und Parfümwaren, wollene Litzen, Bugholzmöbel, Naphthalin, Eisen- und Metallwaren(darunter Fahrräder), Zink und Baumwollwaren. China exportierte dagegen nur den halben Wert dieser Waren nach Österreich, darunter Baumwolle, Häute, Talg, Tee, Seide, Sesamsamen und Strohmatten. Lit.: Rodenberg 1875/2009, Bauer 1906
Dokument
Draht und Drachenblut : die Warenkunde-Sammlung des Technischen
Museums Wien : / Hubert Weitensfelder
Seite
41
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten