95 4 TaDgeurnsderNbaiscchhte/BUonmdbseonmpeantecrh, edneru„mRgäenbkerascphat.n“n bei musste oft eingreifen.“ 20 Die Gewaltbereitschaft, die in solchen Auseinandersetzungen zwischen jungen Burschen mitunter herrschte, ist damit nur vage angedeutet. Auch war der Organisationsgrad der„Platten“, wie die Jugendbanden in Wien genannt wurden, sehr unterschiedlich. Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, am 15. Juli 1927, hat sich in dieser Stadt auch einmal ihr ganzes Gewaltpotential entladen. 21 Im Krieg selbst wurde beobachtet, dass sich die Jugendlichen an der Berichterstattung vom großen Krieg orientierten und diese Erzählungen partiell in ihrem Spiel umsetzten und verarbeiteten. 22 Die Bandenbildung Jugendlicher wurde aber nicht nur als bedrohliches Phänomen gesehen. Ganz im Sinne des gesamtgesellschaftlichen patriotischen Sendungsbewusstseins sah man gerade auch in den Kriegsspielen, die im Freien stattfanden, ein Potential, junge Burschen für den Krieg zu schulen. Wenn Kinder Schützengräben bauten, sich mit Schleudern, Eisenstangen und Messern bewaffneten und auf„feindliche Truppen“ losgingen, war das die beste Vorbereitung auf das Soldatenleben. 23 Was in der Schule, in Büchern und in Gesellschaftsspielen theoretisch gelernt wurde, fand hier eine praxisnahe Umsetzung.
Dokument
Unter dem Losungsworte Krieg und Technik : das Technische Museum
Wien und der Erste Weltkrieg ; [Sammelband] : / Caroline Haas, Mirko Herzog, Christian Klösch, Helmut Lackner, Otmar Moritsch, Wolfgang Pensold, Franz Rendl, Christian Stadelmann, Hubert Weitensfelder
Seite
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