VI
Vorwort.
Institut in Wien zur Aufstellung gelangt und schließlich sollen aus den noch zu erwartenden Geldspenden Beihilfen an auswärtige Hoch- und Fachschüler technischer Richtung zu Studienreisen nach Wien verliehen werden. — TJm überdies die unvergänglichen Leistungen Auers als Forscher und Erfinder den weitesten Kreisen zu erschließen, hat die Auerstiftung die Herausgabe der vorliegenden, von Ing. Dr. Franz Sedlacek verfaßten Darstellung der Herkunft, des Lebens und des Wirkens Auers von Welsbach veranlaßt, die als zweites Heft der „Blätter für Geschichte der Technik“ erscheint. Dieser Lebensabriß, zu dem auch hervorragende Mitarbeiter Auers durch ihre Berichte beitrugen, soll sinnfällig vor Augen führen, wie Dr. Carl Auer von Welsbach aus der wissenschaftlichen Forschung die Kraft gewann, Neues zu gestalten und wie seine tiefdurchdachten Erfindungen bald ins Allgemeine griffen, der Welt voranleuchteten und zuletzt Tausenden von Werktätigen nutzbringende Arbeit verschafften.
Dr. Carl Freiherr Auer von Welsbach war und blieb stets ein treuer Sohn seiner engeren österreichischen Heimat, aber seiner überragenden wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung nach zählt er zu den Weltbürgern und seine Werke bilden ein Stück jener deutschen Geistesschöpfungen, welche die Weltmarke „Österreich“ tragen. Sein Name ist längst in den Geschichtstafeln der Naturwissenschaft und Technik unauslöschlich, eingegraben; möge nun das vorliegende Lebensbild Auers auch in den Herzen der zahllosen Nutznießer seiner reichen Geistesgaben das Gefühl der Dankbarkeit, der Liebe und der Verehrung für diesen wahrhaft großen Österreicher erwecken.
Wien 1934.
Dr. L. Erhard.