Heft 
1934: Zweites Heft : Auer von Welsbach / von Franz Sedlacek
Entstehung
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Vorwort.

Vor 50 Jahren erstrahlte im chemischen Laboratorium der Wiener Universität zum erstenmal das Gasglühlicht, und damit begann für die gesamte Lichttechnik eine neue Epoche, die von Wien aus ihren Weg nahm. Dr. Caul Auer von Wels­bach war es, der durch seine drei bahnbrechenden Erfindungen: das gassparende Auerlicht, die stromsparende Osmiumlampe und das funkensprühende Auermetall der Welt ein Meer von Licht erschloß. Um das Andenken an diesen Lichtbringer im ln- und Ausland lebendig zu erhalten, wurde vom Kuratorium des Technischen Museums gemeinsam mit der Lichttechnischen Gesellschaft in Wien ein Ausschuß eingesetzt, der unter der Eührung des Österreichischen Forschungsinstitutes für Geschichte der Technik im Jahre 1931 die

Dr. Carl Auer-Welsbach Gedächtnisstiftung

ins Leben rief. Diese unter dem Ehrenschutz des österreichischen Bundespräsidenten stehende Auerstiftung wählte den Altmeister der österreichischen Elektrotechnik, Präsident Ing. Johann Kremenezky, der anläßlich der Edison-Feier in der Lichttechnischen Gesellschaft im Jahre 1929 die Anregung zur Errichtung eines Auerdenkmals in Wien gegeben hatte, zu ihrem Vorsitzenden und den derzeitigen Rektor der Technischen Hochschule zu Wien, Prof. Dr. August Kann, zu dessen Stellvertreter; als Obmann des engeren Denkmalausschusses wurde Hofrat Prof. Arch. Dr. Karl Holey und als Sachwalter für alle Angelegenheiten der Auerstiftung der Direktor i. R. des Technischen Museums und Leiter des Forschungsinstituts für Geschichte der Technik Hofrat Dr. Ing. e. h. Ludwig Erhard, ehrenamtlich bestellt.

Unter der ziel be wußten Führung ihres greisen Vorsitzenden Johann Kreme­nezky, der am 25. Oktober 1934 in Wien verschied und bis zuletzt an der Auer­stiftung regsten Anteil nahm, hatte diese eine erfolgreiche Tätigkeit entfaltet. So wurde zunächst im Technischen Museum zu Wien eine entwicklungsgeschichtliche Darstellung des Gasglühlichtes durchgeführt, die späterhin auf die übrigen Er­findungen Auers ausgedehnt werden soll; auch dem Deutschen Museum zu München widmete die Auerstiftung eine wertvolle Bronzebüste des großen Lichttechnikers. Dank dem Entgegenkommen der österreichischen Bundesregierung wurde ferner der schöne öffentliche Park zwischen dem Technischen Museum und dem Schloß Schönbrunn in ,,Auer-Welsbach-Park umbenannt. Das günstige Ergebnis der bisherigen Geldsammlungen ermöglicht es der Auerstiftung, nunmehr auch an die Errichtung einer Auer-Gedenksäule zu schreiten, die vor dem neuen Chemischen