Heft 
1934: Zweites Heft : Auer von Welsbach / von Franz Sedlacek
Entstehung
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Sechster Abschnitt.

60% Magnesia,

20% Lanthanoxyd und 20% Yttriumoxyd

an. Er hebt hervor, daß dieser Leuchtkörper, im Bunsenbrenner erhitzt, ein sehr intensives, fast weißes Licht gibt, sich dabei nicht verflüchtigt, keine Abnahme des Emissions' Vermögens nach langer Brennzeit zeigt und an der Luft unveränderlich

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Abb. 12. Die Aufhängung und das Abbrennen der Glühkörper.

Zeichnung aus der österreichischen Patentschrift vom 27. Oktober 1885.

ist. Diese Eigenschaften habe keiner der Bestandteile für sich in gleichem Maße. Das Yttrium sei ersetzbar durch die sogenannten Ytteriterden, das Lanthan durch Gemenge didymfreier, wenig Oer enthaltender Ceriterden. Die Zusammensetzung sei an kein bestimmtes Verhältnis gebunden, ,,es sind Verbindungen nach variablem Verhältnis. Sowohl in dieser und den folgenden Patentanmeldungen, als auch in der vorhin zitierten geschichtlichen Darstellung betont Auer immer wieder, daß sich die Bestandteile des Leuchtkörpers im Zustand molekularer Mischung befinden müssen. Auer sah hierin die Grundlage seiner Erfindung. ,,... es ist das def Kern der Erfindung des Gasglühlichtes, heißt es in dem vorhin zitierten Vortrag. ,,es handelt sich hierl>ei nicht um ein Verfahren, feuerfeste Körper in irgendeine l>estimmte, für die Lichtemission geeignete Form zu bringen, sondern um die